Viele Beteiligte der verhinderten Massenschlägerei in Kriegshaber sind bereits polizeibekannt

Nach einer verhinderten Massenschlägerei unter fast 150 ausländischen Jugendlichen in Kriegshaber dauern die Ermittlungen der Polizei an. Polizeisprecher Siegfried Hartmann erklärt, warum man keine zusätzliche Verstärkung gerufen hat:

Heißt: Verstärkung hätte aus Sicht der Polizei nichts mehr gebracht. Man konnte aber den Anführer der Gruppe befragen und dessen Personalien aufnehmen. Das reiche auch, da man einen Großteil der Beteiligten kenne. Eine Gruppe von 40 Personen zog danach noch weiter durch die Ulmer Straße und rief unter anderem „Nazi-Bullen“ in Richtung der Polizisten. Eine massive Beleidigung, die allerdings nicht so einfach bestraft werden kann, so Hartmann weiter. Es muss zweifelsfrei nachgewiesen werden, wer die Beleidigung geäußert hat. Kommt es im Sprech-Chor aus einer Gruppe heraus, kann das meist nicht zugeordnet und niemand strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.
Besonders wichtig sei es nun, solche Treffen von gewaltbereiten Jugendlichen künftig zu vermeiden. Deshalb betreibt die Polizei Präventionsarbeit. Geschulte Beamte aus dem Jugendbereich beobachten die Szene, schätzen Situationen ein und versuchen sie zu verhindern. Unter anderem deshalb gab es am Donnerstagabend eine Kontrolle am Augsburger Königsplatz. Dabei wurden die Personalien von 60 überwiegend jugendlichen Asylbewerbern aufgenommen. Sie hatten Passanten mit einem Fußball abgeschossen, laut Musik gehört und später sogar Feuerwerkskörper in Richtung der Polizisten geworfen. Es wurden Platzverweise ausgesprochen, ein Mann kam in Polizeiarrest. Eine 14-Jährige Augsburgerin mischte sich ein und schlug um sich. Sie wurde mit auf die Wache genommen und von ihrer Mutter abgeholt. (jeh)

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2017-08-28T14:36:01+02:00
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