Viele Hinweise zu Todespfleger

Hat der des Mordes verdächtigte Pfleger von Ottobrunn noch häufiger zugeschlagen? Dem Mann werden neben der Tat bei München noch andere versuchte Mordfälle – unter anderem einer in Aresing – vorgeworfen. Und: neuen Zeugenhinweisen zufolge ist der Mann zumindest bei vielen anderen Leuten angestellt gewesen. Laut Medienberichten zum Beispiel auch im Raum Fürstenfeldbruck. Die Staatsanwaltschaft wirft dem polnischen Pfleger vor, dass er seinen Opfern Insulin spritzte, obwohl diese überhaupt keine Diabetiker waren. Ein Mann starb an akutem Unterzucker, andere schwebten in Lebensgefahr. Das Motiv soll Habgier sein – es besteht der Verdacht, dass der getötete Rentner in Ottobrunn anschließend von dem Pfleger beklaut wurde. Gegen den Polen wird wegen Mordes ermittelt, er sitzt in Untersuchungshaft.

Derweil wurde bekannt, dass gegen den Mann schon einmal groß ermittelt worden war. Das erklärte jetzt die Staatsanwaltschaft Duisburg. Der Pfleger soll im Mai 2017 versucht haben einen Mann in Mühlheim an der Ruhr mit Insulin zu töten. Das Verfahren war laut Staatsanwaltschaft im Dezember eingestellt worden, weil man nicht genau wusste, wo sich der Verdächtige aufhält.

Die Ermittler glauben, dass Grzegorz Stanislaw Wolsztajn in den vergangenen Jahren in ganz Deutschland mindestens 20 Menschen betreut hat. Es ist ungewöhnlich, dass die Ermittler seinen kompletten Namen veröffentlichen. In diesem Fall ist es laut Staatsanwaltschaft aber nötig, um möglichst alle Leute zu finden, bei denen er gearbeitet hat.

Wenn Sie Grzegorz Stanislaw Wolsztajn kennen, oder er sogar für Sie gearbeitet hat, wenden Sie sich an die Polizei München unter: 089/2910-0

(ff)

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https://www.rt1.de/viele-hinweise-zu-verdaechtigem-pfleger-58334/
2018-03-08T13:10:54+01:00
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