Voll-Panne! Die größten Bau-Fails der Region!

Der neue Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“  ist die wohl bekannteste Bau-Panne des Landes. Ursprünglicher Eröffnungstermin war der 30. Oktober 2011! Mit "nur" 9 Jahren Verspätung sollen nun am 31. Oktober der offizielle Flugbetrieb aufgenommen werden. Die Kosten für den neuen Vorzeige-Flughafen stiegen dabei von geplanten 2 Milliarden Euro auf 6,44 Milliarden Euro! Schuld daran waren zum Beispiel zu kurze Rolltreppen, während des Baus veraltete Bildschirme oder auch die Tatsache, dass das Licht Tag und Nacht brennt - Man kann es nämlich nicht ausschalten.

Aber nicht nur in der Hauptstadt gibt es Baustellen, bei denen man sich an den Kopf fassen muss. Bau-Fails gibt es auch bei uns in der Region! 
Wir haben für Dich die besten Pannen am Bau zusammengestellt!

B17 ohne Grip

Im Sommer 2015 wurde der Fahrbahnbelag auf der B17 Richtung Augsburg bei Königsbrunn auf 6 Km komplett erneuert. Die Arbeiten dauerten 6 Wochen, führten zu langen Staus im Berufsverkehr und kosteten knapp 1,7 Millionen Euro!

Schon 3 Jahre später musste die Fahrbahndecke allerdings wieder aufgerissen werden - Die Fahrbahndecke wies nicht die vorgeschriebenen Werte für die Griffigkeit auf. Die Kosten für die Nachbesserung wurden diesmal allerdings von der Baufirma selbst bezahlt.

© RT1

JVA Aichach

Im Neubau des Aichacher Frauengefängnisses wurden auf 4800 Quadratmeter Fliesen verlegt. Aus Kostengründen wurde eine Firma aus Spanien beauftragt. Das Ergebnis: Alles war bucklig, wackelig und undicht. Deswegen musste alles wieder rausgerissen und von einer deutschen Firma neu gemacht werden. Die Kosten: Über 1 Million Euro!

© Marcus Merk / Augsburger Allgemeine

Mini-Kreisel-Panne in Donauwörth

Die Küsterfeldstraße im Donauwörther Stadtteil Riedlingen ist sehr befahren. Gefährlich und laut für die Anwohner. Also hat sich die Stadt gedacht: Wir bauen einen Kreisverkehr! Im September 2009 war der Kreisel fertig, in der Mitte eine 4 cm erhöhte Scheibe.  Allerdings war der Kreisverkehr so klein, dass Laster geradeaus drüber fahren mussten – und das auch durften. 

Die Folge: Protest an allen Ecken: "Geldverschwendung, Irrsinn, völlige Fehlplanung" Die Testphase hat der Kreisverkehr jedenfalls nicht überlebt, er wurde am Ende rückgebaut. Gut ein Jahr später war er schon wieder Geschichte. Mittlerweile ist die Küsterfeldstraße 30er-Bereich, das funktioniert wunderbar.

© Raphael Lada

20 cm zu schmal

In Memmingen wurde ein neuer Bahnübergang gebaut. Nachdem alles fertig war kam die böse Überraschung. Beim Auftragen der Fahrbahnmarkierungen stellte man fest: Der Übergang ist zu schmal! Mit "nur" 5,80 m passen keine zwei LKW aneinander vorbei. Dafür müsste die Straße 20 cm breiter sein. Nun sucht man nach einer Lösung. Eine Idee: Für Zehn-Tausende Euro nochmal komplett alles neu bauen...

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