Vorhängeschlösser, Second-Hand-Wertstoffe und Biomülltonnen – das ändert sich künftig im Landkreis beim Abfall

Die Wertstoffhöfe im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen sollen künftig gegen Diebe gesichert werden. In den beiden vergangenen Jahren lag der Schaden bei rund 5000 Euro. Zumeist Elektroschrott, wie im Kreistag besprochen wurde. Der Kreis will deshalb Vorhängeschlösser anschaffen. Als erstes sollen diese in Rennertshofen getestet werden. Dort ist am meisten eingebrochen worden.

Der Kreistag will die bestehenden Vorschriften, die sich um den Abfall drehen, überarbeiten. Die Müllgebühren sollen sich aber erst 2020 erhöhen.

Im Landkreis soll es künftig einen oder mehrere Gebrauchtwarenmärkte geben. Ziel ist die Müllvermeidung. Denn: An den Wertstoffhöfen werden häufig noch funktionstüchtige Waren abgegeben. Bis zu zehn Prozent weniger Abfall soll es dadurch geben, dass diese künftig aussortiert und verkäuft werden. Eine Konkurrenz zu den Angeboten der Diakonie für Gebrauchtwaren sollen diese Märkte aber nicht sein – die Waren seien sehr unterschiedlich. Jetzt soll dazu ein Konzept erarbeitet werden.

Eine schlechte Nachricht gibt es noch für all diejenigen, die keine Biomülltonne haben, weil sie stattdessen kompostieren. Bei einigen schwarzen Schafen hat sich laut Beschlussvorlage herausgestellt, dass auf dem Grundstück gar kein Platz für Kompost ist – der Biomüll landet stattdessen offenbar im Restmüll. Pro Hausbewohner muss deshalb künftig eine „Mindestgartenfläche“ von 50 Quadratmetern nachgewiesen werden. Sonst muss die Biomülltonne her. (erl)

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https://www.rt1.de/vorhaengeschloesser-second-hand-wertstoffe-und-biomuelltonnen-das-aendert-sich-kuenftig-im-landkreis-beim-abfall-70157/
2018-07-06T05:56:38+02:00
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