Warnstreik am Augsburger Klinikum: Folgen „nicht so gravierend wie befürchtet“

Die Folgen des Warnstreiks heute Vormittag am Augsburger Klinkum waren erheblich – aber nicht so gravierend wie befürchtet. Das sagte eine Sprecherin des Krankenhauses gegenüber RT1. Die Gewerkschaft Verdi hatte die Pflegekräfte zum vierstündigen Streik aufgerufen, weil die Verhandlungen über Tarife im öffentlichen Dienst derzeit stocken. Statt der verfügbaren 24 OP-Säle konnte deshalb heute nur in 8 operiert werden. Das ist allerdings mehr als im Notbetrieb am Wochenende. Trotzdem konnten heute nur Notfälle operiert werden, alle anderen OPs wurden abgesagt. Weil viele Krankenhaus-Beschäftigte in den vergangenen Wochen wegen Grippe-Erkrankungen ausgefallen sind, müssen schon seit Tagen viele Operationen verschoben werden.

Verdi zeigte sich unterdessen zufrieden mit der Streik-Resonanz. Etwa 40 Pflegekräfte seien dem Aufruf gefolgt – zum Vergleich: In einer OP-Schicht arbeiten normalerweise 37 Personen. Anfang kommender Woche wollen die Arbeitgeber ein neues Angebot abgeben, dann wird weiter verhandelt. (erl)

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https://www.rt1.de/warnstreik-am-augsburger-klinikum-folgen-nicht-so-gravierend-wie-befuerchtet-58028/
2018-03-05T15:21:27+01:00
HITRADIO RT1 Augsburg