Bahn-Warnstreik endet: Die Behinderungen gehen aber weiter – wohl noch bis Nachmittag

Wer mit der Deutschen Bahn unterwegs sein wollte, brauchte Montagmorgen starke Nerven. Ein bundesweiter Streik von Bahnmitarbeitern ist angelaufen. Der Ausstand, zu dem die Gewerkschaft EVG aufgerufen hat, soll bis 9 Uhr dauern. Ganz Bayern ist davon betroffen, auch bei uns sind die Auswirkungen zu spüren. Der Zugverkehr ist gegen 6 Uhr bayernweit komplett eingestellt worden, gegen 6.30 Uhr entfiel dann deutschlandweit der Fernverkehr. Erst um 9 Uhr nahm die Bahn den Betrieb wieder auf. Auch die Bayerische Oberlandbahn und die Bayerische Regiobahn hatte Schwierigkeiten, am Morgen die Meridian, BOB und BRB-Netze zu bedienen. Die Deutsche Bahn betreibt hier die Infrastruktur.

Die DB hat für die Betreuung der Reisenden auf Bahnhöfen ihr Personal verstärkt. Viele Bahn-Pendler sind am Montag mit dem Auto gefahren, auf den Straßen war deshalb mehr los.

Die Bahn hat eine Sonder-Hotline eingerichtet: 08000 996633. Kunden sollen hier erfahren, ob ihr Zug ausfällt oder Verspätung hat. Auf bahn.de können Sie im Voraus abfragen, ob Ihre Zug-Verbindung betroffen ist. Im DB-Regio-Servicecenter informiert die Bahn über die aktuellen Meldungen für den bayerischen Zugverkehr.

Die DB rät dazu, den Warnstreik der EVG zu umgehen und wenn möglich erst am Dienstag Zug zu fahren. Flexpreis- und Sparpreistickets für Montag bleiben dafür auch am Dienstag gültig, die Zugbindung entfällt. Wer stattdessen gar nicht fahren möchte, kann sich die Kosten für das ungenutzte Ticket erstatten lassen. Hier finden Sie das Formular für online gebuchte Fahrkarten, die DB hat angekündigt, alle Tickets und Reservierungen kostenlos zu erstatten. Alle Tickets bleiben bis Sonntag, 16. Dezember gültig. (erl)

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https://www.rt1.de/warnstreiks-am-montag-viele-ausfaelle-bei-der-deutschen-bahn-bayernweit-86129/
2018-12-10T09:09:18+02:00
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