Wer hat Schuld am Fischsterben im Bertoldsheimer Stausee?

Die Wasserschutzpolizei Beilngries soll jetzt dieser Frage auf den Grund gehen – sie hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Ein Fischereiverein hatte Anzeige erstattet. Der See war wegen Untersuchungen für die geplante Donaubrücke abgelassen worden, der Fischereiverein ist eigenen Angaben zufolge nicht informiert worden. Wer diese Aufgabe überhaupt hat, ist offenbar nicht genau festgelegt. Jedenfalls sind mutmaßlich tausende Fische tot, die möglicherweise hätten gerettet werden können. Ein Sprecher des Kraftwerksbetreiber Uniper sagte auf RT1-Anfrage, dass sich alle Beteiligten ein wenig selbst an die Nase fassen müssten. Uniper hatte innerhalb von 26 Stunden den See um 1,5 Meter abgelassen, den Fischereiverein aber nicht informiert. Das Landratsamt als Bauträger hatte den Verein ebenfalls nicht informiert. Das Amt will sich zu dem Vorfall vorerst auch nicht weiter äußern, mit Verweis auf das laufende Verfahren bei der Polizei. Noch ist nicht klar, wie groß der Schaden überhaupt ist. Ein Vertreter der unteren Naturschutzbehörde war gestern (24.07.) am See, um sich die Situation selbst vor Ort anzusehen. Dabei wurde der See auch mit einer Drohne überflogen. Mittlerweile ist der Bertoldsheimer Stausee wieder aufgestaut.

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2018-07-25T07:16:06+02:00
HITRADIO RT1 Augsburg