Zugunglück von Aichach: Bewährungsstrafe für Fahrdienstleiter gefordert

Bei einem schweren Zugunglück in Aichach sind im Mai zwei Menschen getötet und 13 verletzt worden – die Augsburger Staatsanwaltschaft fordert jetzt eine Bewährungsstrafe von zehn Monaten gegen den diensthabenden Fahrdienstleiter. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft hatte der 25-Jährige nicht sorgfältig hingeschaut, als er den Personenzug auf das Gleis schickte, wo bereits ein Güterzug abgestellt war. Außerdem soll er entgegen der Vorschriften keine Hilfssperre im Stellwerk angebracht haben. Sie verhindert, dass bestimmte Hebel umgelegt werden und damit andere Züge einfahren können. Die Staatsanwaltschaft geht von menschlichem Versagen aus. Hinweise darauf, dass der Mann am Handy gespielt oder Drogen oder Alkohol konsumiert hatte, gibt es nicht. (cg/mac)

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https://www.rt1.de/zugunglueck-von-aichach-staatsanwaltschaft-fordert-bewaehrungsstrafe-gegen-fahrdienstleiter-90598/
2019-01-28T21:41:53+01:00
HITRADIO RT1 Augsburg