Beim Augsburger Friedensfest blieb es friedlich – trotz Demonstrationen

Über 1000 Menschen trafen sich zur Friedenstafel des Hohen Friedensfestes auf dem Rathausplatz, unterhielten sich und aßen gemeinsam. Laut Polizei gab es während des gesamten Festes keine großartigen Zwischenfälle. Bis auf einen: Unbekannte hatten ein Transparent am Perlachturm angebracht. Darauf stand: „Gegen das was ihr Frieden nennt. Multikulti tötet.“ Darauf war auch das Logo der sogenannten „Identitären Bewegung“, die der rechtsextremen Szene angehört. Stadt-Sprecher Richard Goerlich sagte dazu am RT1-Telefon:

Polizei und Stadtverwaltung entfernten das Transparent nach wenigen Minuten.

Wie bereits im vergangenen Jahr gab es außerdem Demonstrationen: Rund zehn Rechtsextreme zogen mit einem Transparent durch die Stadt. Darauf stand „Die Lüge vom Frieden – Multikulti ist gescheitert“. Nahezu genauso viele – teils schwer bewaffnete – Polizisten sicherten sowohl diese, als auch eine  Gegendemo mit mehreren hundert Teilnehmern ab.

Allen, die in der Stadt arbeiten, bescherte das Hohe Friedensfest einen zusätzlichen Feiertag. Davon profitierten rund 70.000 Pendler, die aus dem Umland nach Augsburg kommen. Im Gegensatz dazu hatten 45.000 Augsburger das Nachsehen: Sie fuhren für den Job raus aus der Stadt und hatten damit nichts von dem Feiertag. Hintergrund des Feiertages ist die Gleichberechtigung des evangelischen Glaubens mit dem Glauben der katholischen Kirche aus dem 17. Jahrhundert. (ah/jeh)

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https://www.rt1.de/zusaetzlicher-feiertag-augsburg-feiert-das-hohe-friedensfest-34894/
2017-08-28T14:31:50+02:00
HITRADIO RT1 Augsburg